Symptome Seekrankheit

Was ist Seekrankheit im medizinischen Sinne?

Wie bereits dargestellt, gibt es keine echte Seekrankheit, es handelt sich um eine Reise- oder Bewegungskrankheit (Kinetose), die auch in anderen Verkehrsmitteln auftreten kann, z.B. im Bus oder im Flugzeug. Bei der Kinetose hat der Körper Probleme damit, die Schankungen in der Außenwelt mit dem eigenen Gleichgewichtssinn in Einklang zu bringen. Nach neueren Erkenntnissen ist es offenbar das verstärkt im Körper ausgeschüttete Histamin, das zu den Symptomen der Reisekrankeit bzw. Seekrankheit führt.

Symptome der Seekrankheit in Vor- und Hauptstadium

Man unterscheidet bei der Reise- bzw. Seekrankheit zwischen einem Vorstadium und einem Hauptstadium. Im Vorstadium tritt zunächst Müdigkeit und Schläfrigkeit auf, teilweise ein leichtes Unwohlsein oder ein leichtes Frösteln oder Schwitzen. Von außen ist der Betroffene häufig blass. Das erste Warnsignal für Skipper und Kreuzfahrtpassagiere ist im Übrigen das starke Gähnen. Kann das Gähnen nicht einer typischen Müdigkeitsphase zugeordnet werden, steht ein "Ausbruch der Seekrankheit" möglicherweise kurz bevor. Im Blut kann man in dieser Phase im Übrigen bereits einen Anstieg der Stresshormone messen. Im Hauptstadium kommt es zu kaltem Schweißausbruch, starker Übelkeit, Lethargie, weiterer Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, starke Blässe, Schwindel, Brechzeit und Sodbrennen. Leider bringt das Erbrechen, im Gegensatz zu einer typischen Magen- und Damererkrankung keine wirkliche Erleichterung. Die Symptome bleiben erhalten und können tagelang andauern. Bei schweren Fällen kommt es zu ständigem Erbrechen. Auch Herz- und Kreislaufbeschwerden könen auftreten.

Symptome treten auch an Land auf

Was zunächst recht ungewöhnlich erscheint: die Symptome der See- bzw. Reisekrankheit können auch an Land auftreten, nämlich meist nach einer Schiffs- oder Segeltour. Die Symptome sind jedoch meistens schwächer als auf See. Darüber hinaus sehen wir entsprechende Symptome immer häufiger auch bei Computerspielen.

Seekrankheit vorbeugen und behandeln: www.seekrankheit.info