Was ist Seekrankheit eigentlich?

Seekrankheit ist eine Form der Reisekrankheit

Auch wenn es einige überrascht: eine echte "Seekrankheit" gibt es nicht, da die Symptome der Seekrankheit auch an Land auftreten können. Medizinisch spricht man insgesamt von Kinetosen, d.h. Reise- oder Bewegungskrankheit, die insbesondere durch körperlichen Symptome wie Blässe, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen zu erkennen ist. Die Beweungskrankheit tritt bei ungewohnten Bewegungen auf, z.B. in einem Verkehrsmittel (wie dem Schiff, aber auch in Bussen, Flugzeugen, Zügen oder auch auf der Kirmes in der Achterbahn). Selbst im Simulator oder beim Computerspielen kann es zu Symptomen der Bewegungskrankheit kommen. Meistens verschwinden die Symptome von selbst wieder, wenn die Bewegung aufhört. Manche Menschen verspüren die Symptome der Seekrankheit aber auch dann noch ein paar Tage, nachdem die Beweung aufgehört hat. War man beispielsweise eine Woche auf einem Schiff, kann es auch am Land noch ein paar Tage schwanken. Dies hat jedoch keinen Krankheitswert und wird mit der Zeit auch wieder besser.

Nicht jeder ist gleich anfällig für Seekrankheit

Leider gibt es keine Garantie dafür, daß man gegen die Seekrankheit immun ist. Selbst erfahrende Segler kann es nach langen Jahren der Beschwerdefreiheit plötzlich einmal erwischen. Wenn man jedoch schon oft auf See unterwegs war und keine Symptome der Seekrankheit bekommen hat, der wird nach aller Voraussicht auch in Zukunft nicht krank werden bzw. nur eine leichte Übelkeit und ein leichtes Unwohlsein bemerken. Insgesamt weiß man: es gibt Menschen, die offenbar sensibler für die Reise- bzw. Seekrankheit sind, als andere. Diejenigen wissen das häufig schon von Erfahrungen aus der Kindheit oder von früheren Reisen. Interessanterweise sind kleine Kinder kaum betroffen, Kinder um die 10 Jahre aber am Stärksten. Erfahrungsgemäß sinkt im Übrigen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der Seekrankheit, je länger die Segeltour bzw. Schiffsreise andauert.

Statistik Seekrankheit

Wenn man die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten der Seekrankheit mal von der mathematischen Seite betrachtet, sieht man, dass "nur" etwa 5-10 % der Menschen insgesamt sehr empfindlich auf die typischen Wellenbewegungen bei starkem Seegang. Aber auch die Gruppe der völlig unempflindlichen "Seebären" ist eher gering: etwa 15 %. Die Mehrheit der Bevölkerung, d.h. etwa 75 % sind durchschnittlich anfällig für das Auftreten von Symptomen der Seekrankheit. Auch interessant ist die Tatsache, dass fast die Hälfte der Teilnehmer einer Studie positiv auf Placebos reagierte. Hieraus kann man schließen, dass psychsich sensible Menschen eher unter Seekrankheit leiden, als eher "robustere" Persönlichkeiten. Frauen trifft es im Übrigen häufiger als Männer, insesondere während der Menstruation und der Schwangerschaft. Menschen mit gewissen Vorerkrankungen, wie z.B. der Migräne, haben ebenfalls ein höheres Risiko.

Wie kommt es denn eigentlich zur Seekrankheit?

Wie kommt es denn nun eigentlich im Körper zu einer Seekrankheit/Reiseerkrankung? Hierzu gibt es noch immer unterschiedliche Ansätze in der medizinischen Forschung. Klar ist jedoch: die Reisekrankheit entsteht, wenn die Sinnesorgane (d.h. hier vor allem die Augen und das hinter den Ohren befindliche Gleichgewichtsorgan) unterschiedliche Signale zur räumlichen Ortung und zur Bewegung des Körpers liefern. Wo und wie genau diese „Fehler“ in der Verarbeitung der Signale im Gehirn auftreten ist unklar, vermutet wird aber das Mittel- oder Kleinhirn. Andauernd unterschiedliche Signale fühen dann zu dem, was wir Seekrankheit nennen. Lesen Sie auf den nächsten Seiten mehr zu den Symptomen der Seekrankheit, der Seekrankheit auf Kreuzfahrtschiffen, sowie zur Seekrankheit auf Segelschiffen und kleinen Booten.

Seekrankheit vorbeugen und behandeln: www.seekrankheit.info